Den
Strom aus Photovoltaikanlagen können Sie einspeisen
oder selbst nutzen. So werden Sie Ihr eigener Stromlieferant.
Photovoltaikanlagen
sind durch Kombination erhöhter Einspeisevergütung
und zinsgünstiger Darlehen enorm rentabel.
Die
Energie zur Herstellung einer Photovoltaikanlage ist nach
etwa fünf Jahren erwirtschaftet. Danach liefern sie
reine Energiegewinne.
Mit
einer Photovoltaikanlage tragen Sie dazu bei, dass Atom-
und Kohlekraftwerke bald überflüssig sind.
Funktion?
Mit
Hilfe der Halbleitertechnologie, wird Sonnenenergie in elektrischen
Gleichstrom umgewandelt.
Dieser wird mit einem so genannten Wechselrichter in Wechselstrom
umtransformiert und ins Stromnetz eingespeist oder für
den Eigenverbrauch genutzt.
Rentabilität?
Für
die Eigennutzung ist der Strom aus Sonnenlicht noch nicht
interessant genug, da die Energiegewinnung aus fossilen, oder
atomaren Brennstoffen noch billiger ist. Daher wird Solarstrom
in der Regel ins Stromnetz eingespeist.
Durch
das Zusammenspiel günstiger Kredite und einem von den
EVU´s (Energieversorgungsunternehmen) gezahlten hohen
Abnahmepreis werden Gewinne erwirtschaftet.
Die
sehr weit vorangeschrittene Technik und die lange Lebensdauer
der Anlagen von bis zu 30 Jahren sind verantwortlich für
die hohen Erträge, die erwirtschaftet werden.
In
Bayern liegt die Stromausbeute pro installierten kWp (Spitzenleistung
der PV – Module) zwischen 850 und 1100 kWh pro Jahr.
Förderung?
Die
Bundesregierung fördert Solarstromanlagen über das
EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) indem sie Zins - und Vergütungssätze
festlegt.
Einige Länder, Landkreise sowie Städte und Gemeinden
unterstützen zusätzlich den Bau dieser Anlagen durch
Förderprogramme.
Günstige
Kreditkonditionen erhalten Sie zum Beispiel über die
KfW – und LfA-Banken oder der Landwirtschaftlichen Rentenbank.
Solche Darlehn haben Laufzeiten zwischen 10 und 20 Jahren
und Zinssätze von 2,5% bis 4,7%. Genauere Informationen
geben die Hausbanken.
Steuer?
Die
gezahlte Mehrwertsteuer für die Photovoltaikanlage wird
sofort und komplett zurückerstattet. Die abzuführende
Mehrwertsteuer der Vergütungen muss das zuständige
EVU vorstrecken. Die Investitionskosten sowie die zu zahlenden
Zinsen können ebenfalls geltend gemacht und steuerlich
abgeschrieben werden. Weitere und genauere Informationen erhalten
Sie von Ihrem Steuerberater.
Versicherung?
Auskunft
über die Kosten, Leistungen und jeweiligen Ansprüche
für die Versicherung einer Solarstromanlage erhalten
Sie bei nahezu jeder Versicherungsgesellschaft.
Zu empfehlen ist eine All–Gefahren–Absicherung
(Kosten: ca. 20 € pro kWp/ Jahr).
Erforderliche Flächen?
Für
den Bau einer Photovoltaikanlage, eignen sich Grundstücke
und Dächer, die möglichst keine Verschattungen durch
An– und Aufbauten, Nebengebäude, Bäume oder
Ähnliches aufweisen.
Bei
Schrägdächern ist zu beachten, dass sie nach Süden
+/- 30° ausgerichtet sind. Ein Neigungswinkel zwischen
25° und 45° ist optimal aber auch bei einem Winkel
darunter oder darüber halten sich die Verluste im untersten
Bereich. Die Dacheindeckung kann entweder aus Ziegel oder
Wellmaterial bestehen.
Auch
Flachdächer eignen sich als Nutzfläche für
Solarstromkraftwerke, hier wird der erforderliche Neigungswinkel
durch Aufständerung erreicht.
Das
Alter und die Statik des Daches müssen eine Aufdachmontage
zulassen. Das Gewicht eines Solargenerators von 10kWp beträgt
ca. 1200 kg auf einer Fläche von etwa 90 qm.